100. Jahrestagung der DPG e.V.

Bild: 100. Jahrestagung der DPG e.V.

Vom 30.09. bis 02.10.2021 wird die 100. Jahrestagung der DPG in Frankfurt stattfinden.

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ÄApprO, Stand 17.11.2020

Bild: ÄApprO, Stand 17.11.2020

Kommentar zum Referentenentwurf der Ärztlichen Approbationsordnung

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IUPS 2022

Bild: IUPS 2022

Die Jahrestagung von IUPS wird von 2021 in 2022 verschoben: Marvels of Life - Intergration and Translation.

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Grußwort des Präsidenten zum Jahreswechsel 2020/2021

Liebe Mitglieder der DPG,

Hier und da hört man das Lied jetzt sicherlich schon: „Alle Jahre wieder…“. Das klingt nach Verlässlichkeit, Liebgewonnenem, Planbarkeit, Altbekanntem, und ja, auch etwas nach – vielleicht sogar eingefahrener – Routine. Nicht so in diesem Jahr. Diese Feiertage und dieser Jahresabschluss werden ganz anders sein als wir es uns vor einem Jahr vorgestellt hatten.

Anders als gedacht verliefen auch die vergangenen zwölf Monate für jeden von uns – persönlich ebenso wie beruflich. Neue Herausforderungen in der täglichen Forschungsarbeit, etwa die Organisation der Anwesenheit im Labor oder die kurzfristige Anpassung von Projektplanungen, und in der Lehre, hier vor allem die meist neu zu entwickelnden Online-Angebote, mussten bewältigt werden. Und selbstverständlich war auch die DPG betroffen.

An erster Stelle ist hier das für den vergangenen September in Berlin geplante Europhysiology Meeting in Kooperation mit unseren europäischen Partnern zu nennen. Diese Absage war schmerzlich, weniger, weil damit eine fast fünfzigjährige ununterbrochene Serie von DPG-Jahrestagungen ihr Ende fand, sondern weil das noch junge Format der Europhysiology, kaum dass es aus der Taufe gehoben wurde, wieder aus dem Tagungskalender gestrichen werden musste. Dass dies für die Mehrzahl der wissenschaftlichen Konferenzen in diesem Jahr gilt, macht dies umso bedauerlicher. Mehr als enttäuschend war diese Entwicklung aber sicher auch für alle, die den Kongress mit großem Engagement geplant und vorbereitet hatten, allen voran unser Generalsekretär Ralf Brandes und Jörg Geiger als Tagungspräsident.

Vielleicht hat uns diese Absage aber auch bewusst gemacht, welche Möglichkeiten derartige Veranstaltungen für den direkten, persönlichen wissenschaftlichen Austausch bieten, die einem technisch noch so ausgeklügelten Online-Angebot fehlen. Sollte sich diese Erkenntnis in besonders zahlreichen Anmeldungen für die nächste Tagung niederschlagen, wäre das zumindest ein kleiner Trost. In etwas kleinerem Rahmen, aber wieder zusammen mit den physiologischen Gesellschaften aus Österreich und der Schweiz, werden wir die DPG-Tagung 2021 – unsere 100ste! – vom 30.9. bis 2.10. in Frankfurt ausrichten. Neben dem wissenschaftlichen Programm wird diese Jubiläumskonferenz auch einen kritischen Blick auf die Vergangenheit der Physiologie in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus ermöglichen. "Remember the Past - Imagine the Future ", so das Motto der Tagung, die von Jochen Röper als Tagungspräsident organisiert wird.

Mit einem nicht pandemie-bedingten Problem ganz anderer Art wird sich die DPG auch 2021 weiter befassen müssen: Der Referentenentwurf für die neue ÄApprO, die ab WS 2024/25 gelten soll, stellt für ein Grundlagenfach wie die Physiologie eine erhebliche Herausforderung dar. Kann es uns trotz der vorgegebenen Rahmenbedingungen gelingen, unser Fach, auch im Hinblick auf seine grundlegende Bedeutung für die nachfolgenden Ausbildungsabschnitte, in dem vorgesehenen Z-Curriculum von der schriftlichen M1-Prüfung nach dem 4. Fachsemester bis zur schriftlichen M2-Prüfung nach dem 10. Fachsemester adäquat einzubinden und unsere Lehrkapazität ohne Einschnitte zu schützen? Und können wir darüber hinaus unseren Beitrag zum klinisch-theoretischen bzw. klinischen Studienabschnitt bis zum Ende des 10. Fachsemesters mit dem Schwerpunkt Pathophysiologie erweitern? Dazu wird die DPG sich mit der Anatomischen Gesellschaft und der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie zusammenschließen und die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen auf Bundes- und Länderebene ansprechen, um unsere Vorschläge darzulegen und unsere Interessen langfristig zu wahren. Um speziell dem angesprochenen Stellenwert der Pathophysiologie in der Lehre und Weiterbildung, aber natürlich auch in der Forschung Rechnung zu tragen, wird die DPG eine neue Projektgruppe Pathophysiologie unter Vorsitz unseres Mitglieds Philipp Sasse einrichten, die ihre Arbeit im Anschluss an das bevorstehende DACH-Physiologentreffen im Februar 2021 aufnehmen wird.

Etwas aus DPG-Sicht Erfreuliches gibt es in diesem Jahr aber doch zu berichten: Unter der Federführung unseres Vizepräsidenten Stefan Gründer und mit dem konstruktiven Input von vielen Mitgliedern im Vorfeld konnte das Projekt „DPG-Zeitschrift“ abgeschlossen werden. Ab dem 1. Januar 2021 ist das von Springer Nature verlegte Pflügers Archiv - European Journal of Physiology das offizielle Publikationsorgan der DPG. Nach Abwägung der Alternativen, etwa eine eigenen Zeitschrift oder die Entwicklung eines neuen Formats mit einem Verlag, favorisierte die mit dem Projekt befasste Arbeitsgruppe und der Vorstand auch aufgrund der vereinbarten fairen Vertragskonditionen diese Kooperation.

Die Vorteile lagen unsere Einschätzung nach auf der Hand: Die Zeitschrift ist in der nationalen wie internationalen wissenschaftlichen Community etabliert, was sich auch in einem akzeptablen Impactfaktor widerspiegelt. Ein erfahrenes internationales Editorial Board gewährleistet diesen hohen Standard und eine thematische Bandbreite, die sicherstellt, dass sich jedes Mitglied der DPG mit seinem spezifischen Forschungsthema in Pflügers Archiv gut aufgehoben fühlt. Nicht unerwähnt bleiben soll auch, dass die DPG signifikant am wirtschaftlichen Erfolg des Journals beteiligt sein wird. Dies ist umso erfreulicher, als die Erlöse u. a. für die Nachwuchsförderung eingesetzt werden sollen. Die Herausgeber von Pflügers Archiv, der Verlag und der Vorstand der DPG hoffen, dass die Mitglieder der Gesellschaft die Zeitschrift schnell tatsächlich als die ihre ansehen und dort zunehmend eigene Manuskript zur Veröffentlichung einreichen werden.

Ein zweifelsohne, aber leider nicht im positiven Sinne, bemerkenswertes und besonderes Jahr geht zu Ende. Ich hoffe, Sie, Ihre Familie, Kolleginnen und Kollegen, Ihre Teammitglieder und Ihr Freundeskreis haben es gesund überstanden. Auch die kommenden Monate werden alles andere als „business as usual“ sein. Nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen können wir aber ein mehr als nur schwach leuchtendes Licht am Ende des, allerdings noch recht langen, Tunnels erkennen. Ohne die hohen Belastungen und persönlichen Verluste, die das vergangene Jahr für viele mit sich gebracht hat, sollten wir unseren Blick darauf richten.

Es besteht also durchaus Anlass, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute für das kommende Jahr.

Ihr

Prof. Dr. Markus Hecker

DPG-Präsident 2019-2021

Die Deutsche Physiologische Gesellschaft (DPG) ging hervor aus einem Gründungsbeschluss anlässlich der 75. Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte 1903 in Kassel und wurde 1904 unter dem Gründungsvorsitzenden Karl Hürthle in Breslau etabliert.

Die DPG fördert die Forschung und Lehre auf dem gesamten Gebiet der Physiologie. Sie ist interdisziplinär angelegt und ihre rund 800 Mitglieder setzen sich im Wesentlichen aus Humanmedizinern, Biologen, Chemikern und Physikern zusammen.

Sie richtet ihre jährliche Tagung im September an den jeweiligen Standorten der 1. Tagungsvorsitzenden mit Hauptvorträgen, Symposien, freien Vorträgen und Postersitzungen aus.
Darüber hinaus verleiht die DPG den DuBois-Reymond-Preis (jährlich) sowie den Adolf-Fick-Preis (alle fünf Jahre). Innerhalb der DPG haben sich Mitglieder in Arbeitsgruppen (derzeit sechs) zu verschiedenen Spezialgebieten mit eigenen Symposien zusammengetan.

Unsere Ziele

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  • DPG-Jahrestagung - niedrige Teilnahmegebühren für Mitglieder
  • Didaktische Fortbildungsseminare
  • Lobbyarbeit im Verbund mit VBIO und AWMF
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Projektgruppe Lehre

Die Projektgruppe Lehre der Deutschen Physiologischen Gesellschaft beschäftigt sich mit berufspolitischen Themen bezüglich des Faches Physiologie sowie mit didaktischen Aspekten der Lehre in der Physiologie.

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Arbeitsgruppen

Ziele der Arbeitsgruppen sind vor allem eine verstärkte Vernetzung der Mitglieder untereinander, die Förderung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen den Forschungsgruppen und die Initiierung von Kooperationen.

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Bild: WIR - Die Jungen Physiologen

WIR - Die Jungen Physiologen

Vielfach wird vom Zurückgehen des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Physiologie gesprochen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben wir die „Jungen Physiologen“ ins Leben gerufen.

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